Elke Krystufek, Dorit Margreiter sowie Franziska & Lois Weinberger wurden von den Kommissarinnen Valie Export und Silvia Eiblmayr als österreichischer Biennale-Beitrag für Venedig ausersehen
Anno 1980 wurde die Avantgardistin Valie Export vom damaligen Kommissar Hans Hollein nach Venedig entsandt, um sich den Biennale-Pavillon mit der Grande Dame der österreichischen
Malerei, Maria Lassnig, zu teilen. Heute ist die mittlerweile international arrivierte Medien- und Performancekünstlerin selbst Biennale-Kommissarin.
Installationen für den Pavillon.
Sie teilt sich diese Funktion mit der renommierten Kunsthistorikerin und Kuratorin Silvia Eiblmayr, einer gebürtigen Berchtesgadenerin, die seit 1959 in Wien lebt, arbeitet und lehrt.
In einem kleinen Büro im Wiener MuseumsQuartier wurden nun Österreichs Biennale-Teilnehmer für 2009 vorgestellt: Jede(r) für sich eine interessante Entscheidung.
Mit unterschiedlichen Mitteln.
Der Österreich-Pavillon in den venezianischen „Giardini“, erbaut 1934 von Josef Hoffmann, ist bekanntlich ein Kunstwerk für sich, bestimmt eine der sehenswertesten und am schönsten
gelegenen Ausstellungsstätten auf dem ganzen, riesigen Gelände. Um ihn zu „bespielen“, haben die beiden Kommissarinnen „drei prägnante künstlerische Positionen ausgewählt, die mit
verschiedenen individuellen Strategien und dem Einsatz unterschiedlicher Medien eine vielfältige Sicht in die Kunst und künstlerische Wirklichkeit ermöglichen. Verbindend für alle drei
Positionen ist ein strukturelles, kunstkritisches Denken, das im weitesten Sinne auch einen sozio-kulturellen Konstext mit einbezieht“.