Am 14. September debütierte Peter L. Eppinger als „Wien heute“-Moderator. Und sieht sich dabei als „Dekorateur der Auslage Stadt“
An seiner bedingungslosen Liebe zu Wien lässt Peter L. Eppinger, seit knapp einem Monat Präsentator der regionalen Fernsehnachrichten „Wien heute“, keinen Zweifel. „Ich habe mich
entschlossen, mich für diese Aufgabe zu bewerben, weil ich schon immer etwas für die Stadt und in der Stadt machen wollte“, so der quirlige 34-Jährige mit dem Charme eines
Teenagers.
Nach mehreren Castings stand dann fest, dass er tatsächlich Markus Pohanka nachfolgen sollte. Durchwegs auch zur Freude des Stammpublikums, das sich anfänglich nur an der Kleiderordnung
des gebürtigen Ottakringers störte. „Ich werde in der Früh immer mit dem Hörerservice-Protokoll empfangen, da stand dann, du solltest eine Krawatte tragen und dir den Hemdkragen
richten“, schmunzelt Eppinger, der diese Kritik durchaus ernst nimmt. „Die Zuseher wollen Seriosität, was ich verstehe, denn ich präsentiere ihnen ja auch die Nachrichten“. Für ihn ist
der partielle Wechsel in die Information, denn daneben arbeitet er noch immer bei Ö3, „vielleicht ein zukunftsträchtigerer Weg, denn natürlich weiß ich, dass man als Hitradio-Moderator
einen gewissen Zeitrahmen hat“.
WIEN, WIEN, NUR DU ALLEIN.
Um allabendlich glaubwürdig in die Wohnzimmer der Wiener zu strahlen, braucht man eine ehrliche Beziehung zur Stadt. Und Peter L. Eppinger ist ein überzeugter „Stadtneurotiker“, dessen
private Mercer-Studie ergibt, dass er sich in Wien vor allem sicher fühlt. „Und wir haben einen herrlichen Wein“, ergänzt er. Sehr ernst nimmt er aber auch die brennenden urbanen
Themen. „Von Migranten über Altbauten, die wir verfallen lassen oder abreißen, bis hin zur vollkommenen Neugestaltung ganzer Stadtviertel“. Und etwas schelmischer: „Außerdem finde ich,
dass American Football mehr gefördert werden sollte, es sind doch gerade 600.000 Euro frei geworden, die wären ein angemessener Beitrag für die Vienna Vikings“, so der Fan.
„Die Vikings wären auch für den heimischen Tourismus sehr gut, weil sie auch international erfolgreich sind, und jeder würde dann glauben, wir Wiener sind sehr gut aussehende,
durchtrainierte Sportler …“ Vielleicht einer wie er selber, der Squash und Fußball spielt und es bei „Dancing Stars“ auf den zweiten Platz brachte. Die Tanzschuhe hat er indes an den
Nagel gehängt. „Wenn Du einmal spitzensportmäßig getanzt hast, denkst du dir auf einem Ball, warum sind da auch noch andere Leute auf der Tanzfläche? Versuch einmal, auf dem Bonbon-Ball
einen Tango in Dancing Stars-Manier zu tanzen … äh, könntet Ihr bitte alle mal weggehen da!!!“
„Wien heute“, täglich um 19 Uhr, ORF 2