Mit ihrer Musik steht Diana Lueger schon lange ganz oben am Stockerl. Nun wechselt die „Zweitfrau“ das Metier und peilt auch in der ORF-Ski-Challenge „Das Rennen“ den ersten Platz an
Die Idee ist für eine Skination wie Österreich, deren Idole im Winter regelmäßig hunderttausende Zuschauer vor die TV-Schirme locken, fast zwingend. Ab 26. Oktober werden 16 Promis im
Trainingscamp für die von Armin Assinger moderierte ORF-Show „Das Rennen“ in der Region Schladming/Dachstein ihr skifahrerisches Können unter Beweis stellen. Der Fernsehkonsument steigt
ab 10. November, jeweils dienstags um 21.05 Uhr, ins Geschehen ein. Doch nur 12 qualifizieren sich für den Kader und kämpfen am 18. Dezember beim Riesentorlauf live um den Einzug der
letzen 8 ins Finale, das am nächsten Tag als Team-Wettbewerb mit heimischen Skilegenden ausgetragen wird. Eine der Anwärterinnen auf den Sieg ist – neben u. a. Vera Russwurm, Onka
Takats, Missy May, Christian Clerici, Toni Polster und Oliver Wimmer – die Sängerin der Band Zweitfrau, Diana Lueger.
Sind Sie eine hervorragende Skifahrerin oder was sonst bewog Sie, an „Das Rennen“ teilzunehmen?
Ich glaube nicht, dass ich eine wahnsinnig tolle Skifahrerin bin, aber ich bin jemand, der sehr auf Herausforderungen steht. Und das ist für mich eine riesige Herausforderung. Ich habe,
als ich gefragt wurde, sehr schnell zugesagt und erst später näher darüber nachgedacht. Dann kam die Panik (lacht). Früher wollte ich Bungeejumpen und Fallschirmspringen, wild bin ich
zwar immer noch, aber vielleicht nicht mehr so mutig. Es ist sicherlich noch einmal eine andere Herausforderung, vor der Kamera etwas zu tun, was nicht deine Profession ist.
Cheftrainer Armin Assinger meinte, es wird kein Honiglecken. Wovor haben Sie den meisten Respekt?
Lange Tage bin ich gewohnt, aber nicht, den ganzen Tag Sport zu machen. Ich hoffe, dass ich mich im Training nicht verkühle, weil draußen zu laufen ist zum Beispiel gar nicht mein Ding.
Worauf ich mich sehr freue, ist das Psychotraining, darauf, wie man mit Extremsituationen unter Druck umgeht. Ich kenn‘ das ja auch ein wenig von der Bühnenangst, aber bei Sportlern
gibt es da sicher noch ganz eigene Tricks, und auf die bin ich sehr gespannt.
Wie bereitet man sich auf so ein Wagnis vor? Trainiert man da bereits vorher heimlich?
Es kam schon ein E-Mail von Armin Assinger, ob wir eh ein bisschen trainieren, aber es gibt keine Anweisungen. Ich gehe jetzt regelmäßig ins Fitnesscenter und trainiere Kraft, Kondition
und Balance. Aber ich denke, dass sich dann in der ORF-Trainingswoche noch viel tun wird. Ich werde mich bemühen, aber ich kann mich nicht mit den Extremsportlern messen, sondern
hoffentlich mit den anderen Schauspielern und Musikern.
Sind Sie eher die Kurvenfahrerin oder werden wir Sie als neue Speed-Queen erleben?
Ich war vor zwei Wochen Ski fahren und bin drauf gekommen, dass es ganz gut geht, wenn ich meine eigenen Schwünge fahren kann. Aber ich weiß nicht, wie ich mit dieser Schussgeschichte
und dem Abstemmen in der Kurve, so wie es eben ist, wenn die Falllinie gesteckt ist, umgehen werde. Es wird für mich sicher viele Überraschungen geben.
Es gibt insgesamt 16 Teilnehmer. Vom wem erwarten Sie die größte Konkurrenz?
Ich glaube, dass bei den Frauen Vera Russwurm sehr ehrgeizig an die Sache rangehen wird. Sie trainiert auch schon, ich habe sie auf der Piste getroffen (lacht). Mit den Männern muss ich
mich Gott sei Dank nicht messen, ich glaube, Christian Clerici ist superfit.
Sollten Sie es ins Finale schaffen, müssen Sie den steilen Zielhang der Planai hinunter. Haben Sie Spundus oder ist das ein Klacks für Sie?
Nachdem ich zugesagt und erst später darüber nachgedacht habe, hatte ich sofort den Gedanken, was ist, wenn ich da oben stehe und es heißt „Lueger, drei, zwei, eins“ … und ich nur weg
will? Ich werde es erst wissen, wenn ich dort bin, das ist auch der Kitzel. Ich stünde aber im Finale nicht zum ersten Mal auf Skiern und denke schon, dass ich dann Blut lecke, nach dem
Motto „Der Hunger kommt beim Essen“ – und dann auch will und mich bemühe. In dem Moment macht man es wahrscheinlich einfach.
Kennen Sie diesen Steilhang …?
Ich habe mir Fotos davon angeschaut. Und ich habe auch schon gehört, dass dort teilweise nicht mal professionelle Skifahrer runter wollen.
Die Finalisten starten im Team mit jeweils einem Profi. Gäbe es da einen Traumpartner für Sie?
Ja, absolut! Und das ist jetzt sogar realistisch, denn es ist der Hermann Maier, der nach seinem Rücktritt ja Zeit hätte. Ich fand es auch sehr nett, dass er bei seinem Rücktritt so
emotional war. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, weil er ja einen ganzen Lebensabschnitt, in den er seine ganze Leidenschaft reingepackt hat, aufgibt. Das muss sehr arg sein, und
dass er geweint hat – was ein Gegensatz zu dem ist, wie ich ihn sonst wahrgenommen habe – macht ihn noch einmal extra cool und sympathisch.
Würde Ihnen Hermann Maier auch als Mann gefallen?
Das ist eine sehr gute Frage. Ich habe ihn noch nie live gesehen und denke, das würde auch wieder einiges verändern. Ich glaube aber schon, er hat so etwas von einem Viech (lacht). Aber
das ist jetzt rein hypothetisch, denn ich kenne ihn, wie gesagt, nicht persönlich.
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