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Rrrrr…Rhabarber

Das leichteste „Ja“ Ihres Lebens: für Rhabarber-Erdbeer-Crumble. Alle von Ihnen, die sich jetzt schon um Ihre Bikinifigur bemühen sollten, am besten JETZT aufhören weiterzulesen.

Gepostet von Zissa Grabner
am Donnerstag, 02. Mai 2013

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Freude vs. Tyrannei

Wir wissen ja, wie einst David gegen Goliath ausging. Aber funktioniert so was auch in unbiblischen Zeiten? Ja! Das heißt eigentlich „¡No!“ Zumindest nennt sich der sehenswerte Polit-Thriller so, welcher die unglaubliche, aber wahre Geschichte erzählt. David des ungleichen Duells war ein spinnerter chilenischer Werbe-Texter. Auf der gegnerischen Seite stand der mit Folter und Mord regierende Diktator Pinochet. Chile, 1988. Nach 17 Jahren Terrorherrschaft ließ der faschistische General eine Volksabstimmung zu. Was nur als Feigenblatt und Alibihandlung gegenüber dem Ausland gedacht war, wurde für den Tyrannen jedoch zum Debakel. Dem jungen Werbefachmann Saveedra – glaubwürdig ambivalent: Gael Garcia Bernal – gelangen für die täglich der Opposition eingeräumten nur 15 Minuten Wahlwerbezeit geniale Spots, in denen er an Lebensfreude und Freiheitsglauben der Chilenen appellierte. Mehr Coca-Cola-Spaß als politische Abrechnung. Doch sein „No“ zu Pinochet errang den Sieg. Viel historisches Material und die echten Spots verknüpft Regisseur Pablo Larrain so perfekt mit Spielszenen, dass man sich mitten in die Kampagne zeitversetzt erlebt. Yes zu ¡No!

Gepostet von Rudi John
am Donnerstag, 02. Mai 2013

Like a Virgin

Beim ersten Mal tat’s noch weh. Oder auch nicht.
Vielleicht wird die Penetrationspremiere einfach überschätzt.

Gepostet von Janina Schuster
am Donnerstag, 02. Mai 2013

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Abrechnung

Wie sich kriminelle Energie mit virtuoser Verstellung als Kunst, Sozialkritik und gesellschaftliche Vision tarnen kann: Das enthüllt eine sehr persönliche Abrechnung mit Otto Mühl und seiner Kommune: Der Film „Meine keine Familie“ des in Mühls burgenländischem „Friedrichshof“ aufgewachsenen Paul-Julien Robert arbeitet penibel mit authentischem Archivmaterial, aber auch starken Dialogen mit seiner einst verblendeten Mutter traumatische Vergangenheit auf. Als Kampf gegen die verklemmte Kleinfamilie
ausgegeben, waren vor allem Kinder Opfer von Mühls sexuellem Missbrauch, Strafaktionen im Rahmen von öffentlichen Tänzen, Demütigungen, Selbstdarstellungen und befohlener Anpassung in ein „Gesamtkunstwerk“. Spielerische Entfaltung der Persönlichkeit, freie Sexualität, Gemeinschaftseigentum werden zum Teil als Lügen entlarvt, die nur dem faschistoiden Machterhalt und den sadistischen Launen eines narzisstischen Malers des Wiener Aktionismus dienten. Bilder, die sich in die Netzhaut brennen. Sollte jemand Restsympathien für Mühl hegen, gehen diese angesichts der geballten Beweislast im Film verloren. Ein äußerst berührendes Exempel.

Gepostet von Rudi John
am Mittwoch, 10. April 2013

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